Fable ist 18 Jahre und 8 Monate alt!
Gaeltacht Fable
Mutter: Carrabaun Fancy, Vater: Westside Frank
Connemara Stute
Geboren: 06.06.1993
Schimmel
Hobbies
fressen, fressen, fressen.... anderen Stuten die Fohlen klauen, ihre Stutenherde bewachen, im wilden Galopp durch den Wald fetzen, fressen...
Im August 2009 hatte Fable einen schlimmen Weideunfall, bei dem ihr Sprunggelenk so stark verletzt wurde, dass sie operiert werden musste. Sie hat sich seit dem super erholt, darf aber nicht mehr zu den anderen Pferden auf die Weide und in den Offenstall, weil wir nicht wissen, mit wem sie sich so gestritten hat.
Sie hat dafür jetzt neue Hobbies: Boxnachbarin Marley hinterherwiehern und ärgern, wenn sie wieder da ist, auf dem Paddock ein Nickerchen machen, Nemesis als Handpferd mitnehmen und dabei erziehen, endlich wieder durchs Gelände fetzen und bald beginnt die Weidesaison...
Was sie nicht mag
Lange Wartezeiten bis das Futer serviert wird, Fliegen, Bremsen und anderes Getier, andere zickige Stuten, die ihr den Rang streitig machen wollen
Besonderheiten
Man kann mit ihr wunderbare Wanderritte machen, bei denen sie fleißig mit uns überall hin marschiert. An schlechten Tagen kann sie aber auch super schreckhaft sein, ganz egal wie winzig der Anlass auch sein mag. Dann kommt der Ponysturkopf durch, was manchmal ganz schön anstrengend sein kann.
Neuigkeiten
17.11.2010
Seit Wochen machen wir jetzt schon mit einer plötzlichen Lahmheit von Fable rum. Sie hat am 15.10. plötzlich angefangen vorne rechts ganz stark zu lahmen. Das wurde dann immer schlimmer, bis sie gar nicht mehr auftraten wollte. Zu der Zeit bekam sie schon hochdosiert Schmerzmittel und Entzündungshemmer, es wurde trotzdem nicht besser.
Der Huf wurde mehrfach geröntgt, der Tierarzt stellte eine Hufbeinrotation von einer alten Rehe fast, was aber nicht der Auslöser für diese akute Lahmheit sein konnte. Der Huf wurde auch mehrfach abgedrückt, sie war zwar schmerzhaft an der Zehe, aber auch nicht so stark, dass die Lahmheit von einem Reheschub kommen könnte. Der andere Huf war völlig ohne Befund.
Da auf der ersten Aufnahme etwas zu sehen war, was auf eine Fissur hindeutete, haben wir noch ein paar Aufnahmen machen lassen. Eine Fissur war darauf nicht zu erkennen. Da es aber eher schlechter als besser wurde, entschied sich der Tierarzt 2 Wochen nach den ersten Krankheitsanzeichen einen Gipsverband am Huf anzulegen.
Seit dem geht es ihr täglich besser, die Schmerzmittel schlagen endlich an und wenn sie vorsichtig eine Runde über den Hof geht, sieht es fast so aus, als würde sie nur wegen dem Gips komisch laufen!
Ihr ist total langweilig und sie hasst natürlich die Medikamente. Leider darf sie nicht mal fressen was sie will, weil wir annehmen, dass sie Cushing (ECS) hat, eine Stoffwechselerkrankung bei Pferden hat, was sie anfälliger für Rehe macht und noch eine Reihe anderer Symptome hat.
...weiter unten geht es ausführlich in Fable's Cushing-Tagebuch weiter!
August 2009
Fable ist auf der Weide stark getreten worden. Ich habe eine Wunde am Bein auf dem Sprunggelenk gesehen, als ich sie putzen wollte. Der Tierarzt hat dann meine schlimmste Befürchtung bestätigt, dass es sich um einen Tritt handelt, der die Gelenkkapsel geöffnet hat. Es lief nämlich schon Gelenkflüssigkeit am Bein herunter.
Sie wurde am nächsten Morgen in seiner Klinik direkt opriert und blieb eine gute Woche dort stehen. Bei der Operation wurde hauptsächlich das Gelenk gereinigt und verschlossen.
Fable hat die OP zum Glück wunderbar überstanden, viel besser und schneller als zu erwarten war. Der Tierarzt erzählte mir hinterher, dass sie am ersten Tag nur eine ca. 50%-ige Heilungschance hatte. Zum Glück wusste ich das vorher nicht...
Fable's Cushing-Tagebuch
| Datum | |
| 15. Oktober 2010 | Fable hat angefangen vorne rechts sehr stark zu lahmen. Am zweiten Tag wollte sie diesen Huf gar nicht mehr Belasten. Der Tierarzt kommt mehrmal, macht viele Röntgenbilder, drückt den Huf ab. Sie bekommt viel Schmerzmittel, Entzündungshemmer und Infusion. Die Diagnose schwankt zwischen Hufbeinfraktur und Hufrehe. Auf jeden Fall wird der Huf komplett eingegipst und damit ruhig gestellt. Fable bekommt Gummimatten in die Box und absolute Boxenruhe. Da sie wahrscheinlich Cushing hat bekommt die Pergolid. 1 mg täglich ab Ende Oktober. |
| Ende Oktober 2010 | Auf einem Röntgenbild wird eine Hufbeinrotation festgestellt. Der Tierarzt kann sich aber nicht vorstellen, dass die neu ist, sondern vermutet, dass sie von einer alten Hufrehe stammt. Mit dem Gips kann sie einigermaßen laufen. |
| Ende November 2010 | Der Gips wird probehalber abgemacht und sie bekommt statt dessen einen Spezialbeschlag, der die Bewegung im Huf verhindern soll. Das wirkt aber nicht richtig, sie lahmt statt dessen wieder sehr stark. Also wird nach zwei Tagen der Gips wieder drauf gemacht. Der Gips bleibt 6 Wochen drauf. |
| Jahreswechsel 2010/2011 | Fable's Zustand bessert sich nicht wirklich. Das letzte Röntgenbild zeigt, dass das Hufbein weiter rotiert und abgesunken ist. Die Rotation stammt also doch nicht von einer alten Hufrehe, sondern die Hufrehe war akut und durch das Cushing ausgelöst. Wir sind ziemlich ratlos und die Tierärzte wissen auch nicht weiter. Wir machen noch einen Termin mit einer anderen Tierärztin aus, die sich mit alternativer Medizin auskennt. Sie arbeitet auf dem Gebiet der traditionellen chinesischen Medizin und Akkupunktur. Das soll Fable's letzte Chance sein, wir sind relativ skeptisch, weil set Monaten keine Besserung in Sicht ist. |
| Anfang Januar 2011 | Die neue Tierärztin schaut sich Fable gründlich an. Sie stimmt in einigen Punkten nicht mit den vorherigen Tierärzten überein. Zum Beispiel ist sie nicht dafür, dass Fable weiterhin ruhiggestellt werden soll. Sie soll ab jetzt minutenweise länger auf Gummimatten geführt werden. Das soll die Durchblutung im Huf fördern und die Heilung ermöglichen. Nach der Akkupunkturbehandlung ist Fable wie ausgewechselt. Sie ist neugierig und aufgeschlossen gegenüber der Tierärztin. Die anderen hat sie mit dem Hintern nicht mehr angucken wollen. Der Gips bleibt dran. |
| Februar 2011 | In den letzten Wochen ist Fable angefangen mit 5 Minuten immer mehr auf weichem Boden geführt worden. Sie war am Anfang sehr vorsichtig, hat es aber sehr genossen, sich endlich wieder ein bisschen bewegen zu dürfen. Sie bekommt chinesische Kräuter gegen Cushing und die Entzündung im Huf. Endlich schwitzt sie nicht mehr so. Sie hat den ganzen Winter über auch bei Minusgraden an Bauch und Hals geschwitzt. Anfang des Monats wurde der Gips abgenommen. Fable wurde seitdem mit Hufschuhen (Renegades) geführt, das klappt auch gut. |
| 10. Februar 2011 | Der neue Hufbearbeiter soll sich Fable's Hufe vornehmen. Er arbeitet nach NHC (Natural Hoof Care) und wir sind sehr gespannt auf seine Meinung. Nach dem Reinfall mit dem Spezialbeschlag soll sie nämlich keine Eisen mehr bekommen. Der Huf soll möglichst unbeschwert heilen können. Die erste Bearbeitung muss er sehr vorsichtig machen, die Hufe sind alle sehr schlecht und bröckeln förmlich weg. Man sieht deutlich die Stelle, an der die Rotation stattgefunden hat. Die Hude sind aber nicht ganz typisch für Rehehufe und schnabeln nur ein bisschen nach vorne weg. An allen vier Hufen ist die weiße Linie viel zu breit und die Sohle entzündlich durchblutet. Nach einem Tag gewöhnungszeit läuft sie wieder so gut wie vorher, obwohl der Hufbearbeiter viel totes Horn wegnehmen musste. |
| 3. März 2011 | Fable hat die zweite Hufbearbeitung. Wir machen die Intervalle recht kurz, damit nicht so viel auf einmal gemacht werden muss und sie eventuell wieder schlechter wird. Sie darf mit Schuhen auf ein kleines Stück Schlamm, wo sie ein paar Stunden neben ihren Pferdekumpels draußen sein kann. Dort bockt und rennt sie auch gerne mal herum, wir schauen dann lieber nicht hin. Danach lahmt sie aber nicht, also scheint es nicht zu schaden. |
| 05. April 2011 | 3. Huftermin von Fable. |
| 17. Mai 2011 | Fable ist nach Merzhausen gezogen. Sie steht dort jetzt auf einem abgetrennten Stück neben einer Stute und einem Wallach, mit denen sie dann bald zusammen leben darf. Dort kann sie das ganze Jahr über 24 Stunden draußen sein. Damit das keine Probleme bereitet trägt sie 24 Stunden einen Maulkorb (Fressbremse). |
| 27. Mai 2011 | Fable ist mit ihren neuen Nachbarn vergesellschaftet worden. Nachdem die Stuten sich erst ignoriert haben, haben sie sich dann doch noch ziemlich wüst in die Haare gekriegt. Nachdem die Grenzen aber ausgelotet waren und alles ohne größere Verletzungen geklärt war, wurde es allen dreien sowieso zu anstrengend. Sie haben sich dann lieber wieder dem Grasen gewidmet. Auch heute bekommen sich die Stuten Fable und Sita ab und zu in die Haare, meistens geht es dabei um's Fressen. Das geht aber immer glimpflich aus und Fable stellt die Rangordnung nicht in Frage. Es ist bestimmt auch angenehm mal nicht Chefin sein zu müssen. |
| 30. Mai 2011 | 4. Huftermin von Fable. Mittlerweile sind die Intervalle 8 Wochen lang. |
| 25. Juli 2011 | 5. Huftermin von Fable. Der Hufbearbeiter ist sehr zufrieden mit dem Verlauf. Der Knick in der Hufwand ist jetzt fast vollständig nach unten raus gewachsen. |
| 24. August 2011 | War mit Fable ohne Schuhe spazieren. Sie hat nur einmal gezuckt, ansonsten ist sie auch über Schotterwege poblemlos gelaufen. Ich mache ab und zu Spaziergänge, um die Hufe (vor allem die Sohle) abzuhärten und meine auch, dass es etwas bringt. Fable findet diese Gassi-Gänge wunderbar entspannend und freut sich mittlerweile drauf. Jetzt kriegt sie auch keine Panik mehr, wenn man sie mal von der Herde weg holt. |
| 26. August 2011 | Das Fell ist obenrum schon richtiges Sommerfell. Nur am Bauch, wo ich zuletzt nochmal geschoren habe ist es noch etwas dichter und länger. Sie ist aber gerade schon wieder im Fellwechsel, ich bin gespannt was jetzt kommt. Sie bekommt jetzt PreAlpin Senior gefüttert, das ist eine Art geraspelter Heuersatz, weil sie mit dem Maulkorb kein Heu fressen kann und sowieso kein Kraftfutter bekommen soll. Dazu bekommt sie Glukoguard Minderalfutter, chinesische Kräter und 0,5 mg Pergolid gegen das Cushing und Biotin für das Hufwachstum. |
| Januar 2011 | Fable ging es an den richtig kalten Tagen schlechter. Sie hat seit November sehr viel Winterfell und man sieht ihr die Krankheit an. Wenn es sehr kalt ist schwitzt sie komischerweise. Sie wollte an manchen Tagen auch gar nicht laufen und ging ganz steif. Ich bin trotzdem mit ihr spazieren gegangen, weil es ihr scheinbar gut tat und sie sich ein bisschen eingelaufen hat. Wir haben das Pergolid zweitweise auf 0,75 mg erhöht und geben morgens und abends 1,5 Löffel der chinesischen Kräuter. |
| 20. Februar 2011 | Seit das Wetter milder ist lebt Fable wieder richtig auf. Die Erhöhung der Medikamente hat auch gut angeschlagen. Wenn es so mild bleibt werden wir mit dem Pergolid wieder auf 0,5 mg runter gehen.Heute war ich mit Fable über eine Stunde ausreiten und sie ist sehr fleißig gelaufen. Außerdem hat sie nicht mal geschwitzt, was mich bei dem Wetter und ihrem Fell schon etwas wundert. Ich bin auch viel nebenher gelaufen, um sie nicht gleich zu überfordern und weil stellenweise Bäume gfällt wurden. |